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Eine kleine Kirche lebt naturgemäss immer in der Zerstreuung (Diaspora). Infolge der Mobilität hat sich die Situation für die christkatholische Kirche aber in den letzten Jahrzehnten verschärft. Man muss von einem Leben in der Extremdiaspora reden.
Die Diasporasituation bringt natürlich grosse Schwierigkeiten mit sich für den Gottesdienstbesuch, die Seelsorge und den Religionsunterricht. Dadurch, dass in den meisten Gemeinden noch das Allround-Einmann-Pfarramt Realität ist, wird die Situation keineswegs einfacher.
Es sind verschiedene Lösungsansätze in der Diskussion oder werden schon erprobt. Regionale Zusammenarbeit wird wohl in Zukunft immer wichtiger werden. Jugendgruppen führen Anlässe über die Gemeindegrenzen hinaus durch, Geistliche aus Nachbargemeinden teilen die Arbeit nach Fähigkeiten und Neigungen statt nach territorialen Gesichtspunkten auf. Manche Gemeinden sind dazu übergegangen, den Religionsunterricht blockweise zu erteilen.
Viele dieser Lösungsansätze sind noch in den Kinderschuhen und lösen auch Ängste aus, vor allem Ängste vor einem Autonomieverlust. Zum Teil stossen solche Lösungen auch auf staatskirchenrechtliche Probleme. Aber es sind drängende Fragen, die nach kreative Lösungen rufen.
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